GuttenPlag Wiki

Über mich[]

Externer Doktorand. Mittlerweile Familienvater, über 50, freiberuflich tätig. Mittlerweile mehrfacher Zweitbetreuer bei Promotionsvorhaben.

Einerseits - am Anfang der "Affäre Guttenberg" - sehr geneigt, Herrn zu Guttenberg zu glauben, die eigenen Mühen einer externen Promotion zu gut im Gedächtnis habend. Bei näherer Beschäftigung allerdings: Ganze Seiten nicht einmal zumindest ansatzweise gekennzeichnet zu übernehmen - das geht nicht.

Allerdings: Meine Hilfe beschränkt sich mehr aufs "Technische" - ich redigiere lieber Einzelseiten, als mich inhaltlich einzubringen: Ich bin kein Jurist, ich bin Ingenieur. Und die Ingenieure haben wenigstens (wie die Physiker) Wahrheiten, die ihnen keiner streitig macht: Dass 2 + 2 = 4 ist, oder 1 Kilogramm = 1.000 Gramm. Das galt vor der Guttenberg-Affäre, und gilt auch danach. Es gibt immer noch Pflöcke im Treibsand.

Dass aber, wenn drei Juristen aufeinandertreffen, anschließend fünf Meinungen in der Fachpresse stehen (und mindestens 18 Kommentare, Gerichtsurteile, Leitsätze und ähnliches folgen) irritiert mich seit langem: Wir leben schon längst nicht mehr in einem Rechtsstaat, sondern hauptsächlich in einem "Rechtsmittelstaat", wo zuletzt noch "Amsel"-Prozesse geführt werden - Motto: Das Gericht möge feststellen, dass die Amsel in meinem Garten nur für mich singt, und nicht für den Nachbarn: Und, es findet sich im deutschen Rechtssystem ganz gewiss auch eines, was sich dieses "Rechts"-Themas auch annimmt!

Aber als "Externer", der auch den deutschen Wissenschaftsbetrieb kennt (und erlitten hat): Mir geht es insgesamt mehr um dessen "Wucherungen" und "Geschwüre", die es ermöglichen,

  • "interne" Doktoranden zur Fronarbeit zu zwingen und dann deren Arbeiten frisch und fröhlich unter professoralem Namen zu verkaufen, ohne ein Wort über die Schöpfer,
  • "externe" frei in der Luft hängen zu lassen, um dann deren Arbeiten nach Jahren der Mühsal frank und frei abzulehnen, sie sei eben gerade jetzt nicht "politisch opportun"
  • oder als Prof. 40 und mehr Promovenden zu haben, bei denen kein Mensch (auch nicht der allerbeste Prof., wohlwollend gesprochen) eine auch nur ansatzweise vernünftige Betreuung schafft -

alles das ist von mir - als "Externer" - erlebte Wirklichkeit in und an deutschen Universitäten.

Wissenschaft ist keine Fallstudie. Sollte aber die Fallstudie "GuttenPlag_Wiki" dazu führen, wenigstens die schlimmsten Auswüchse im deutschen Wissenschaftsbetrieb auszumerzen, dann hätte sie mehr erreicht, als was PlagDoc wollte (und konnte) und weit mehr als jedes andere "Geseiere", jenes "Beraterunwesen", wo nur "goldene Nasen" verdient werden und sich zum Schluss doch nichts bewegt.

Und deshalb mache ich mit.

Geht jetzt nicht anders. Is eben so.

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